Fleißige #Unternehmensbienen: Erste Honigernte bei IBYKUS

Erfurt. Seit April dieses Jahres hat der IT-Dienstleister IBYKUS etwa 100.000 Arbeiterinnen mehr. Wir beherbergen sie alle in drei Bienenstöcken auf dem Dach der Cafeteria am Hauptstandort Erfurt. Unsere Bienenvölker sammelten im Frühling und Sommer fleißig Blütennektar, aus dem unser Bienenvater Frank Böttner nun in zwei Ernten insgesamt 80 Kilogramm Raps- und Lindenblüten-Honig gewonnen hat.

Das Bienenprojekt steht im Zeichen der Nachhaltigkeit und trägt zum Erhalt der Art und Biodiversität bei. Der Pflanzenbau profitiert ebenfalls von der Bestäubungsleistung durch höhere Erträge. Thematisch passt das wiederum zum Geschäft der IBYKUS AG, denn wir stellen unter anderem Softwaresysteme für die Agrarwirtschaft bereit.

Einzug der summenden Untermieter

Nach einem Aufruf im Mitarbeiterrundschreiben gründete sich die Arbeitsgruppe bereits im Herbst vergangenen Jahres. Unser Imkervater Frank leitet seitdem die IBYKUS-Imker AG, die rund 10 Mitglieder zählt. In seiner Freizeit pflegt der hauptberufliche Business Consultant zu Hause elf eigene Bienenvölker und bringt somit die notwendige Erfahrung der Imkerei mit.

Die Wintermonate nutzten wir für einen umfassenden Imker-Lehrgang. Das Curriculum beinhaltete die Biologie der Bienen, Honig und Honigernte, Imkern und Betriebsweisen sowie rechtliche Aspekte. Außerdem hatten wir die Gesellschafter des Sport- und Rehazentrums zu einem fachlichen Austausch eingeladen, denn diese betätigen sich bereits seit dem Vorjahr als Imker hier im Gewerbegebiet Erfurt-Süd-Ost.

Zunächst bekamen wir das Equipment (Zanderbeuten, Imkerkleidung und allerhand Werkzeug) geliefert und nahmen es gemeinsam  in Augenschein.

Ende April holten wir dann unsere ersten beiden Völker direkt von einem Züchter aus dem Thüringer Wald.

Unsere Bienen gehören der Unterart Kärntner Biene (Apis mellifera carnica) an und gelten als sanftmütig, wabenstetig, schwarmträge und leistungsstark. Ihr Flugradius beträgt rund drei Kilometer.

Besonders aktiv sind Honigbienen im Mai, Juni und Juli. Diese Zeit läuteten wir mit einer Info-Veranstaltung für alle interessierten Mitarbeiter ein, zu der wir das Projekt vorstellten und alle neugierigen Fragen beantworteten. Wenn bei den Bienen Hochbetrieb ist, haben auch die Imker am meisten zu tun. So trafen wir uns wöchentlich, um die Bienen zu kontrollieren.

Dabei ging es vor allem darum, ein Schwärmen zu vermeiden. Dafür müssen alle Waben untersucht werden, um neue Königinnenzellen, auch Weiselzellen genannt, zu entfernen. Trotzdem wurde einmal eine Zelle übersehen und ein Schwarm umkreiste das IBYKUS-Gebäude. Da die alte Königin aber nicht fliegen konnte (ein Flügel war durch uns gestutzt), endete der Versuch nach 30 Minuten und alle Bienen kehrten nach Hause in den Bienenstock zurück.

Honig ist der süße Lohn

Jeweils im Juni und im Juli nahm Bienenvater Frank die Waben aus dem Bienenstock mit zu sich nach Hause, um den Honig zu schleudern. Als Nahrung für den Winter erhalten die Bienen Zuckerlösung von uns, die auf einer Fläche über den Beuten eingefüllt wird. Wir Imker haben in diesem ersten Jahr einen Honigertrag von rund 50 Kilogramm Raps- und 30 Kilogramm Lindenblütenhonig eingefahren. Im gemeinsamen Frühstück befanden wir die Qualität beider Sorten für sehr gut. So fassten wir den Entschluss, den Honig mit allen Kolleginnen und Kollegen zu teilen, wobei sich jeder ein Glas von 250 Gramm bestellen kann.

Wer sieht die Königin?

Mit der Wintereinfütterung beginnt die ruhige Zeit

Als nächstes steht noch die Behandlung gegen die Varroamilbe auf dem Plan. Hier können wir uns zum Glück noch etwas Zeit lassen, denn bei der Durchsicht verzeichneten wir noch keinen Milbenbefall. Im August erleben die Völker dann einen Wendepunkt. Sie bauen nicht mehr und die Entwicklung stagniert. Während der Winterruhe ziehen wir Imker uns zurück und stören die Bienen nicht weiter.

Über die IBYKUS AG

Der IT-Dienstleister Ibykus beschäftigt 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Hauptsitz in Erfurt und fünf weiteren Standorten in Mitteldeutschland. Gegründet 1990, entwickelt das Unternehmen Verwaltungs-Software, die auf kommunaler, landesweiter und bundesweiter Ebene zum Einsatz kommt und stattet überdies die Industrie mit Wirtschafts-Software und IT-Infrastrukturen aus.
Als wirtschaftlich erfolgreicher Mittelständler engagiert sich Ibykus für Nachhaltigkeit, Soziales, Kultur und Sport und möchte auf diesem Wege der Gesellschaft etwas zurückgeben.

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