Junge Berufstätige aus Japan besuchen IBYKUS

Erfurt. Mit „yokoso“ begrüßten wir am gestrigen Mittwoch eine Delegation japanischer Studenten und junger Berufstätiger in unserem Unternehmen. Yokoso bedeutet so viel wie „Willkommen“ oder „Schön, euch zu sehen“, was sogleich für Heiterkeit und Freude unter den Gästen aus Nippon sorgte.

Während ihres zweiwöchigen Deutsch-Japanischen Austauschs machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst für drei Tage Station in Berlin, um dann anschließend in Erfurt die Lebens- und Arbeitswelt des Gastlandes kennenzulernen. Am branchenspezifischen Firmenbesuchsprogramm waren insgesamt zwölf ausgewählte Unternehmen und Institutionen aus ganz Thüringen beteiligt – darunter auch die IBYKUS AG. „Wir freuen uns besonders, dass unser Unternehmen für dieses interkulturelle Projekt durch den Landesjugendring Thüringen e.V. vorgeschlagen wurde. Uns über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Hinblick auf die Unternehmenskulturen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auszutauschen, stellt auch für uns eine große Bereicherung dar“, sagte Helmut C. Henkel, Vorstandssprecher von IBYKUS und hieß die Delegation herzlich willkommen.

Die Themen des diesjährigen Austauschprogramms lauteten „Chancen und Verantwortung von jungen Menschen in der veränderten Arbeitswelt“ sowie „Gute Arbeit von Frauen und Männern: Work-Life-Balance und Karriereplanung“. In diesem Sinne tauschten sich Vorstand und Marketing-Team von IBYKUS mit Hilfe der Dolmetscherin Reiko Tatsumi-Lelli in einem zweistündigen Vortrag aus über die Flexibilisierung von Arbeitszeiten und Arbeitsorten, über die verschiedenen Teilzeitmodelle und den Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Die Teilnehmer der Delegation hatten viele Fragen an uns im Gepäck. Ein junger Angestellter aus dem „Education Office“ in Tokio erkundigte sich etwa, wie viel Prozent des tariflichen Urlaubs die Angestellten denn tatsächlich nehmen würden. Denn oftmals sparten sich Arbeitnehmer in Japan einige Tage für leichte Krankheiten auf. Eine weitere Delegierte aus der Region Kanagawa interessierte sich sehr für die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Die sogenannte „Frauenquote“ von 30% für das Management würde es bis 2020 auch in Japan geben. Von einer geringen Geburtenrate (etwa 1,4 Kinder pro Frau) sind sowohl Japan als auch Deutschland geprägt, weshalb wir uns lange darüber unterhielten, wie familiäre Pflichten und Karriereambitionen hier wie dort unter einen Hut gebracht werden können und mit welchen Maßnahmen die Unternehmen Familien fördern können.

Am Ende des gemeinsamen Nachmittags, nach einem kleinen Rundgang durch die beiden Firmengebäude und einem Zwischenstopp im hausinternen Fitness-Studio, bedankte sich Ryohei Kawahara, angehender Ingenieur aus Tokio, im Namen der ganzen Gruppe sehr herzlich und überreichte uns verschiedene japanische Süßigkeiten und Gastgeschenke. Auch wir verabschiedeten uns nicht, ohne uns bei jedem Teilnehmer mit einer kleinen Aufmerksamkeit zu bedanken.

Über das Deutsch-Japanische Austauschprogramm für junge Berufstätige

Das Deutsch-Japanische Austauschprogramm wird ausgerichtet vom Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin und der National Institution for Youth Education in Japan. Finanziell unterstützt wird das Programm im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) und aus Mitteln des japanischen Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft u. Technologie (MEXT). Auf deutscher Seite wird es seit 2006 in Kooperation mit dem Landesjugendring Thüringen e.V. durchgeführt. Die IBYKUS AG ist in diesem Jahr zum zweiten Mal am Projekt beteiligt.

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