Wie zeitgemäß ist das Ideenmanagement?

Oft wird hinterfragt, ob das Ideenmanagement, das betriebliche Vorschlagswesen oder auch der kontinuierliche Verbesserungsprozess noch zeitgemäße Mittel sind, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Zu den Kritikern zählt unter anderem Beraterin und Coach Sonja Radatz. Sie hält die Konzepte für überholt, zum einen auf Grund der Dauer des Prozesses von der Idee bis zur tatsächlichen Verbesserung, zum anderen da ihrer Meinung nach „das gewünschte Neue etwas mit dem alten zu Korrigierenden zu tun“ hat.

Jedoch gibt es viele Unternehmen, die dem Ideenmanagement nach wie vor sehr positiv gegenüberstehen und dessen Nutzen für ihr Unternehmen schätzen.

Ein Beispiel hierfür ist das Unternehmen Infineon Technologies Austria AG in Kärnten. Neben dem positiven Effekt des monetären Nutzens, der im Jahr 2011/2012 über 12 Millionen Euro betrug, wird hier vor allem auch die Mitarbeiterbeteiligung sehr hoch eingeschätzt. Diese ist aus Sicht von Technikvorstand Sabine Herlitschka ein Zeichen für die „persönliche Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen“, die sich verstärkt auch durch die Krise Gedanken über die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens machen und somit an der Sicherung ihrer Arbeitsplätze mitwirken.

Auch die Lenzing Aktiengesellschaft setzt auf das Ideenmanagement in Form einer Ideenbörse, die im vergangenen Jahr von Papier- auf Onlineeinreichung umgestellt wurde. Die Ideenbörse ist unabhängig vom Innovations- und internen Schwachstellenmanagement, so Manfred Altmann, der unter anderem die Ideenbörse betreut. Auf diese Weise sollen hier Ideen eingehen, die Entwicklungen vorantreiben.

Anhand dieser Beispiele ist erkennbar, dass das Ideenmanagement nach wie vor ein wichtiges Instrument für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens sein kann, wobei auch das Vorschlagswesen einen Verbesserungsprozess durchlaufen muss um aktuell und attraktiv zu bleiben.

Den vollständigen Artikel von Heidi Aichinger zu diesem Thema finden Sie hier.

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