Ideenmanagementpotenzial in deutschen Firmen unter der Lupe

Das Institut für Technologie- und Innovationsmanagement der Philipps-Universität Marburg hat zusammen mit dem Arbeitskreis Ideenmanagement der IHK Innovationsberatung Hessen die bislang umfassendste empirische Studie zum Management von Ideen im deutschsprachigen Raum durchgeführt. Ziel war es herauszufinden, wie Unternehmen mit dem Ideenpotenzial ihrer Mitarbeiter umgehen.

Ökonomisch ausgerichtetet Ziele (Grafik: Prof. Dr. Michael Stephan)
Ökonomisch ausgerichtetet Ziele (Grafik: Prof. Dr. Michael Stephan)

Dabei belegt die Studie, dass die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen zwar einen systematischen Umgang mit den Ideen ihrer Mitarbeiter pflegt, aber viele Potenziale nicht ausgeschöpft werden. Bei den meisten Firmen gestaltet sich das Ideenmanagement durch die passive Sammlung der Mitarbeiter-Ideen, dabei werden externe Impuls- und Ideengeber wie Kunden oder Lieferanten nicht einbezogen. Zudem werden im Management bereits seit Jahren Ideenmanagement-Systeme wie ein Betriebliches Vorschlagswesen oder Qualitätsmanagement eingesetzt, allerdings arbeiten diese oft isoliert voneinander. Dies kann Redundanzen und nicht genutzte Synergien zur Folge haben.

Dementsprechend hat das Ideenmanagement in vielen Unternehmen noch Optimierungspotenzial. Dementsprechend bietet die Studie bereits einige Handlungsempfehlungen und Managementimplikationen für die unternehmerische Praxis an.

SEK-News hat hier einen Artikel verfasst, der weitere interessante Ergebnisse im Überblick darstellt: http://www.seknews.de/2013/01/31/wie-managen-unternehmen-das-ideenpotenzial-ihrer-mitarbeiter/

Die komplette Studie als PDF-Download ist zu finden unter http://www.uni-marburg.de/fb02/bwl01/forschung/Discussionpapers/dp_13-01_online.pdf

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