Spiegel Online: Zunehmende Verunsicherung durch Dioxin-Skandal

Am 4. Januar 2011 berichtete „Spiegel Online“ über die zunehmende Verunsicherung in der Bevölkerung angesichts des aktuellen Dioxin-Skandals. Dabei war aufgedeckt worden, dass Hersteller von Tiernahrung ihren Produkten technische Fette beigemischt hatten. Über den Verzehr von Fleisch und Eiern kann der Mensch die gesundheitsgefährdenden Stoffe aufnehmen.

Der Originalartikel in Auszügen:

Der neue Dioxin-Skandal verunsichert viele Verbraucher: Welche Eier, welches Fleisch kann man überhaupt noch essen? Welche Lebensmittel wirklich verseucht sind, wird wohl erst in einigen Tagen feststehen – doch wer einige einfache Regeln befolgt, kann sich schützen. […]

Kritik an mangelnden Kontrollen

Verbraucherschützer fordern nun bessere staatliche Kontrollen und mehr Eigenkontrollen der Wirtschaft bei der Lebensmittelsicherheit. Es fehle aber in den Behörden an Personal, kritisiert der Bundesverband der Verbraucherzentrale (vzbv). Laut Verbraucherschutzindex 2010 gibt es bei der Kontrolldichte zwischen den Bundesländern gravierende Unterschiede: Während in Baden-Württemberg ein Kontrolleur für 1.000 Betriebe zuständig ist, sind es in Niedersachsen zwölf.“

Laut eines weiteren Artikels des Spiegel werden sich die Agrarminister der Länder noch im Januar über Konsequenzen aus dem Skandal beraten. Es ist denkbar, dass die zuständigen Kontrolleure in Zukunft öfter und noch gezielter landwirtschaftliche Betriebe aufsuchen, um die eingesetzten Futter-, Dünge- und Pflanzenschutzmittel zu überprüfen. Thüringens Landwirtschaftsminister Reinholz forderte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sogar mehrjährige Haftstrafen für die „Scharlatane der Branche“.

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