Erheblicher Verbesserungsbedarf bei Ideenmanagement in Behörden

Die Verwaltungsfachhochschule Gießen hat unter Leitung von Prof. Dr. Christian Friedrich eine Studie zum Umgang mit Ideenmanagement in der Verwaltung durchgeführt. Dabei wurden 53 hessische Behörden verschiedener Größe mittels eines einheitlichen Fragebogens sowie anschließender Tiefeninterviews befragt.

Das Ergebnis der Studie ist ernüchternd. Nur ca. 30 % der befragten Organisationen setzen überhaupt ein Ideenmanagement ein. Dazu kommt, dass die Anzahl der eingereichten Vorschläge in den betreffenden Behörden in den Jahren von 2004 bis 2007 kontinuierlich gefallen ist. Beispielsweise wurden in 48 der 53 Verwaltungen pro Jahr weniger als vier Vorschläge eingereicht. Die Studie ergab außerdem, dass ein Ideenmanagement eher in größeren Behörden eingesetzt wird. Die Verfasser vermuten weiterhin, dass die geringe Nutzung des Ideenmanagements auf eine unzureichende Mitarbeitermotivation sowie -information zurück zu führen ist.

Insgesamt ist als Ergebnis der Studie ein „erheblicher Verbesserungsbedarf“ bei der Nutzung des Ideenmanagements in Behörden festzuhalten. „Es gilt mit Kreativität und Änderungsbereitschaft die Möglichkeiten, die das Ideenmanagement bietet, zu ergreifen […].“

Das komplette Resultat der Befragung kann unter dem Online-Auftritt der Verwaltungsfachhochschule Wiesbaden nachgelesen werden. Auch der Gießener Anzeiger hat in seinem Online-Portal einen Artikel über die Studie veröffentlicht.

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